Firmung in der Wohnparkkirche

Alle Menschen haben Zugang zu Gott, aber jeden einen anderen.

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Was ist Firmung

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 Allgemeine Beschreibung:

 Der Name leitet sich vom lateinischen Wort confirmatio her, was hier im Sinn von Stärkung zu verstehen ist. Die Bezeichnung Firmung weist einerseits auf die "Bestätigung" der Taufe hin und andererseits auf die Stärkung der Taufgnade. In der Firmliturgie tritt dies durch die Erneuerung des Taufversprechens und dem Glaubensbekenntnis der Firmlinge klar zu Tage.

Wir könnten aber auch sagen, daß die Firmung die Volljährigkeit im Glauben bedeutet. Volljährigkeit bedeutet aber nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten zu haben

Auszug von der Stephanscom Seite:

Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr können das Sakrament der Firmung empfangen.
Für die Firmung gibt es in jeder Pfarre eine bestimmte Vorbereitungszeit. Diese können Sie in der jeweils zuständigen Pfarrkanzlei erfragen, Dort erfahren Sie auch den Anmeldeschluß für die Firmvorbereitungszeit.

Der Firmpate / die Firmpatin muss, um das Patenamt übernehmen zu können, das 16. Lebensjahr vollendet haben, selber katholisch und voll in die Gemeinschaft der Kirche eingegliedert sein, also getauft, gefirmt und falls verheiratet kirchlich verheiratet sein.
Er / Sie darf nicht aus der Kirche ausgetreten sein und soll aktiv an der Entwicklung des Glaubenslebens des jungen Menschen mitwirken können, was eine eigenes aktives Glaubensleben erfordert.

Im Kirchenrecht von 1983 ist empfohlen, dass diesen Dienst - so es sinnvoll und möglich erscheint - derselbe Mann / dieselbe Frau übernimmt, der/die bereits bei der Taufe das Patenamt wahrgenommen hat.

Auszug aus Firmung.at

Aus der Bibel

Das grundlegende Initiationssakrament in  den urkirchlichen Gemeinden war die  Taufe. So ist es für Paulus selbstverständlich,  dass jeder Getaufte den  Heiligen Geist besitzt. Wir sind alle durch  die Taufe in den Leib Christi eingegliedert  und haben Teil an demselben Geist.  "Kehrt um, und jeder von euch lasse sich  auf den Namen Jesu Christi taufen zur  Vergebung seiner Sünden; dann werdet  ihr die Gabe des Heiligen Geist  empfangen."(Apg 2,38)

Eine eigenständige Geistvermittlung durch  eine Handauflegung, aber ohne Taufe ist  nur in Apg 9,10-19, die Initiation des  Saulus durch Hananias erwähnt. "...er  legte Saulus die Hände auf und sagte:  Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt,  Jesus, der dir auf dem Weg hierher  erschienen ist; du sollst wieder sehen und  mit dem Heiligen Geist erfüllt werden."

Interessanterweise wird, außer in Hebr  6,2, in den meisten wichtigen neutestamentlichen  Schriften nichts über einen, nach der Taufe zweiten  Initiationsritus ausgesagt, "wir wollen nicht  noch einmal den Grund legen mit der  Belehrung über die Abkehr von toten  Werken, über den Glauben an Gott, über  die Taufen, die Handauflegung, die  Auferstehung der Toten und das ewige  Gericht." Hier erscheint die Handauflegung  als ein besonderer Ritus neben der Taufe,  obwohl nicht mit Sicherheit ausgeschlossen  werden kann, dass hier ein  Ordinationsritus gemeint ist, bleibt doch  der Gedanke an eine der Taufe folgende  besondere Geistverleihung wahrscheinlicher.

 Die beiden Stellen:  Apg 8,14-17

"Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass  Samarien das Wort Gottes angenommen  hatte, schickten sie Petrus und Johannes  dorthin. Diese zogen hinab und beteten für  sie, sie möchten den Heiligen Geist empfangen. Denn er war noch auf keinen  von ihnen herabgekommen sie waren nur  auf den Namen Jesu, des Herrn, getauft.  Dann legten sie ihnen die Hände auf, und  sie empfingen den Heiligen Geist." –

und Apg 19,1-7:

"Während Apollos sich in Korinth aufhielt,  durchwanderte Paulus das Hochland und  kam nach Ephesus hinab. Er traf einige  Jünger und fragte sie: Habt ihr den  Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig  wurdet? Sie antworteten ihm: Wir haben  noch nicht einmal gehört, dass es einen  Heiligen Geist gibt. Da fragte er: Mit  welcher Taufe seid ihr denn getauft  worden? Sie antworteten: Mit der Taufe  des Johannes: Paulus sagte: Johannes  hat mit der Taufe der Umkehr getauft und  das Volk gelehrt, sie sollten an den  glauben, der nach ihm komme: an Jesus.  Als sie das hörten, ließen sie sich im  Namen Jesu des Herrn taufen. Paulus  legte ihnen die Hände auf, und der Heilige  Geist kam auf sie herab; sie redeten in  Zungen und weissagten. Es waren im  ganzen ungefähr zwölf Männer."

-werden meist zur biblischen Begründung  der Firmung herangezogen. Es wird hier  zwischen Taufbad und Handauflegung  deutlich unterschieden, nicht zuletzt  erkennbar durch die verschiedenen  Spender.  Sie dürfen aber nicht als Fundament, für  ein von der Taufe getrenntes  Firmsakrament verstanden werden. Durch  die Handauflegung der Apostel soll die  neue, verstärkte Bindung des Gefirmten  mit der Gemeinde zum Ausdruck kommen.  Paulus nimmt die Neugetauften in die  Gemeinschaft der Gesamtkirche auf, als  deren Verkündiger er sich berufen weiß.  Durch seine Handauflegung werden sie  von jenem Geist erfüllt, den der Herr  verheißen hat. So werden sie als Seine  wahren Jünger ausgewiesen, als Seine  Diener angenommen und als Seine  Zeugen gesandt.

Die ersten Jahre

In den ersten Jahrhunderten fächerte sich  der Initiationsritus auf. Es kamen zur Taufe  die Salbung mit Myron und die  Handauflegung (durch den Bischof) hinzu.  Der erste bekannte Firmritus findet sich in  der Apostolischen Überlieferung des  Hippolyt von Rom. Danach ziehen die  Täuflinge nach der Wassertaufe und der  Salbung mit geweihtem Öl aus dem  Baptisterium in die Bischofskirche. Der  Bischof legt den Getauften unter Gebet die  Hände auf und gießt auf das Haupt jedeseinzelnen geheiligtes Öl mit den Worten: Ich salbe dich mit dem heiligen Öle in Gott,  dem allmächtigen Vater, und in Christus  Jesus und im Heiligen Geist."

Vom vierten Jahrhundert an wurden im  Westen allmählich die Handauflegung  durch den Bischof aus verschiedenen  Gründen von der Taufe losgelöst. Es fand  aber weder eine theologische Reflexion,  noch eine liturgische Festlegung statt.  Warum aber die Trennung? Es entstanden  verschiedene neue Gemeinden, und auf  Grund der Erbsündenlehre verbreitete sich  die Kindertaufe. Der Bischof konnte nicht  mehr alle Taufen durchführen. Festgelegt  wurde deshalb, dass Priester und Diakone  wohl das Wasserbad und die Salbung,  aber nicht die geistverleihenden Riten wie  Handauflegung und Besiegelung vollziehen  durften.  In dieser Zeit wurde es laut römischen  Sakramentaren auch möglich, in Notfällen,  die Eucharistie vor der Firmung zu  spenden. Die Regelung wurde besonders  im Norden mit der Zeit zum Normalfall.  In einem Pontifikale von Konstanz aus  dem 9. Jahrhundert ist erstmals ein, für die  römische Kirche allgemein gültiges  Firmritual zu finden, das schon darauf  hinweist, dass ab dem 11.-12. Jahrhundert  die Firmelemente von der Taufe losgelöst,  und zum eigen-ständigen Sakrament , der  "confirmatio" wurden.

Der Osten

Im Osten hingegen wurde weiterhin nur ein  Initiationsritus beibehalten, bei dem Taufe,  Salbung und Eucharistie verbunden  blieben. Daran hielt man auch fest als sich  die Kindertaufe durchsetzte. Sowohl die  Taufe wie auch die darauffolgende  Salbung mit Myron wurden als  Geistmitteilungen gesehen. Jeder Priester  war Spender der Firmung, nur die Weihe  des Myrons war dem Bischof vorbehalten.

Von diesem Zeitpunkt an, an dem sich ein eigenständiger Ritus im Westen  herauskristallisierte, war es notwendig  geworden über eine "andere" Theologie des Firmsakramentes sowie eine  abgehobene Liturgie nachzudenken.

Reformatoren

Die Reformatoren lehnten die  Sakramentalität der Firmung ab. Sie  befanden, dass nicht Christus es war, der  dieses Sakrament einsetze, sondern die  Kirche. Sie sahen in der Eigenständigkeit  der Firmung eine Abwertung der Taufe  und eine Überbewertung des bischöflichen  Amtes. Weil aber weiterhin an der  Kleinkindertaufe festgehalten wurde,  schien es nötig zu sein, Jugendliche, vor  der neu entstandenen Feier der  Konfirmation, als Tauferinnerung einen  Glaubenskurs zu unterziehen. Damit wird  eine aktive Kirchenmitgliedschaft mit allen  Rechten und Pflichten begründet.

Folgen des Konzils

In der "Apostolischen Konstitution über  das Sakrament der Firmung" von 1971, mit  der der neue, nachkonziliare Firmritus  verankert wurde, weist Papst Paul VI.  darauf hin, dass die Sakramente der  christlichen Initiation, in der Reihenfolge  Taufe, Firmung, Eucharistie, so angesetzt  sind, dass sie "dem Werden und Wachsen  des natürlichen Lebens" ähnlich sind: die  Eingliederung in die Kirche durch die  Taufe wird durch die Geistmitteilung bei  der Firmung bestärkt und in der Gemeinschaft der Eucharistie vollendet.  Damit findet sich klar ausgedrückt der, im  Konzil wiederaufgenommene Initiationszusammenhang.

 Was steckt dahinter –  zur Theologie der Firmung

 Die Sakramente

Wir sind im Zusammenleben und in der  Verständigung auf verschiedene Zeichen  und Signale angewiesen. Wir kennen  Zeichen, die Informationen weitergeben, z. B. Verkehrszeichen. Ein Geschwindigkeitsbegrenzungsschild  gibt die Information  weiter: „Hier darf man nur mit 50 km/h  fahren.“  Sakrament heißt Zeichen.

Aber Sakramente sind Zeichen von  anderer Art: Wenn sie gesetzt werden,  kommt in einer Beziehung innerlich etwas  in Bewegung. Wenn etwa ein Bursche seiner Freundin einen Ring  schenkt, kann man das im weiteren Sinn  als „Sakrament“ bezeichnen: In diesem  Geschenk ist er selbst ganz persönlich  „drin“, die Freundin merkt: „Er hat mich  lieb“ und die Beziehung wird enger.  Bei den Sakramenten der Kirche kommt  innerlich auch etwas in Bewegung. Gott  verschenkt sich uns und wir können ihm  ganz unmittelbar begegnen. Gott hat uns  lieb und wir antworten darauf. Wir sind  also ganz persönlich „drin“, unsere  Beziehung zu Gott wird enger, und es  vertiefen sich (verschieden je nach  Sakrament) die Beziehungen zur  Gemeinschaft der anderen, die auch  gläubig sind (Kirche).  Sakramente sind zeichenhafte Handlungen,  in denen uns die göttliche Gnade –  die liebevolle, freundliche ja sehnsüchtige  Zuwendung Gottes zu den Menschen –,  die uns allen ungeschuldet und ohne  unser Zutun zuteil wird, ganz besonders  nah vermittelt wird.

Die Firmung

Die Kirche kennt drei Sakramente, die man  auch „Initiationssakramente“ nennt. Es  sind die Sakramente der „Eingliederung“ in  die Gemeinschaft der Kirche: Taufe,  Eucharistie und Firmung.  In den ersten Zeiten der Kirche wurden  diese drei Sakramente in einer einzigen  Feier gespendet, nämlich in der  Osternacht. Damals wurden allerdings nur  erwachsene Menschen nach einer langen  Vorbereitungszeit mit regelrechten  Abschlussprüfungen in die Gemeinschaft  der Kirche aufgenommen. Die feierliche  Aufnahme war das sichtbare Zeichen der  neuen Gemeinschaft.  Später, als die Kindertaufe aufkam, hat die  Kirche die drei Anfangssakramente  auseinandergefaltet und begonnen, sie in  der uns heute bekannten Reihenfolge zu  spenden.  Was zu Pfingsten (Apg 2,1-13) geschehen  ist, geschieht im Sakrament der Firmung.  Die Zeichen und Worte der Firmspendung  bringen zum Ausdruck:  Jetzt handelt Gott! Er schenkt seinen  Heiligen Geist. Er gibt ihn allen, die darauf  warten und sich danach sehnen wo wie er  sich nach ihnen sehnt.  Dies wird im Ritus der Handauflegung und  Salbung ausgedrückt. Der Firmspender  breitet die Hände aus und ruft den Heiligen  Geist auf die Firmlinge herab. Er zeichnet  das Kreuz auf die Stirn des Firmlings, salbtihn mit Heiligem Öl (griech. Chrisam; mit  solchem Öl wurden schon die Könige  Israels gesalbt; daher auch das Wort  Christus: Gesalbter) und spricht die Worte:

„Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den  Heiligen Geist.“

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 01. Dezember 2009 um 17:51 Uhr